LICHTENTHALER BRÄU

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Wildhopfen, Wien Heiligenstadt
Wildhopfen, Wien Heiligenstadt

"Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet." Günther Thömmes in Das Erbe des Bierzauberers

 

Wenn man das riesige Aromenspektrum betrachtet, welches der Hopfen bietet, so wird man bemerken, dass es eigentlich keinen weiteren Gewürzen oder aromareichen Zusätzen wie Fruchtschalen etc. bedarf um dem Bier die Note zu verleihen, die man sich wünscht.

 

Diese Tatsache verdankt man den intensiven Bemühungen der Hopfenzüchter und Pflanzer, die auf jedem Kontinent vetreten sind, wenn man einmal von der Antarktis absieht. Dort ist der Bierabsatz zu gering, als dass sich das Pflanzen lohnen würde hat mal ein Hopfenbauer aus dem Nähkästchen geplaudert.

 

Ein Hopfen kann nicht nur hopfig und bitter sein, sondern auch grasig, blumig, würzig, wie viele europäische Traditionssorten. Dabei gibt es sehr feine Sorten und welche, die gerne als Bitterhopfen verwendet werden. Nach exotischen Früchten, Citrus, Kiefernharz und Beeren riechen viele Vertreter der US-Hopfen. Australien und Neuseeland haben ebenfalls sehr fruchtig-würzige Hopfen. Kräftige Aromen von roten Beeren und, Stachelbeere und schwarzer Johannisbeere sind häufig vertreten.

 

Die reine Einteilung in Bitterhopfen und Aromahopfen ist jedoch eine veraltete Betrachtung, die vor allem einen wirtschaftlichen Hintergrund hat. Der Alphasäuregehalt ist häufig noch das Kriterium für die Einteilung (Unter Alphasäuren werden verschiedene Bitterverbindungen aus dem Hopfen zusammengefasst). Letztlich sollte jeder Hopfen auch als Aromahopfen versucht werden. Als Flavourhopfen werden jene Hopfen bezeichnet, die ein sehr intensives, spezifisches Aroma aufweisen. Dazu gehören vornehmlich neue Sorten, wie zum Beispiel die Sorte Nelson Sauvin (Neuseeland; erinnert stark an typische Aromen des Sauvignon blanc) und Mandarina Bavaria (Deutschland; fruchtig, Mandarine, Citrus). Diese Sorten haben zudem häufig einen Alphasäuregehalt von > 10%.

 

Eine Auflistung der Hopfensorten, die wir verwenden:

 

  • Magnum (Deutschland): Helles, allg. Lagerbiere
  • Spalter Select (Deutschland): Helles, Wit
  • East Kent Goldings (GB): Oatmeal Stout, Brown Porter, Amber Ale, Classic Pale Ale
  • Fuggles (GB): Brown Porter, Extra Special Bitter
  • Millenium (USA): Oatmeal Stout, Imperial Stout
  • Cascade (USA + D): Oatmeal Stout, Classic Pale Ale
  • Brewers Gold (D + GB): Saison, Helles
  • Citra (USA): Wiener Sommer, West Coast Pale Ale
  • Topaz(AUS): Black IPA, Doubble IPA, Imperial Pils
  • Nelson Sauvin (NZ): Pacific Ale, Nelson Dark Brown Ale
  • Waimea (NZ): Session PA
  • Kasbek (CZ): Czech Hops Cascadian Dark
  • Simcoe (USA): Cascadian Dark, West Coast Pale Ale
  • Chinook (USA): West Coast Pale Ale, Chinook Amber Ale
  • Hallertauer Tradition (D): Helles, Holler IPA
  • Summit (USA): West Coast Pale Ale
  • Northdown (GB): Extra Special Bitter
  • Strisselspalter (F): Saison, Sommer Zwickel
  • Premiant (CZ): Smoked Rye Stout, Porter
  • Columbus/CTZ (USA): Double India Pale Ale
  • Malling (AT, Mühlviertel): Mühlviertler Rotling, Austrian Pale Ale, Helles

 

Anfang September haben wir wieder Wildhopfen gesammelt. Dieser wurde schon verbraut für ein Single Fresh Hop Ale. Ergebnis: Ein wunderbar erfrischendes Festbier mit einer feinen Bittere. Die Wildhopfenaromen waren subtil vertreten und delikat. Ein gelungenes Experiment. Klar ist jetzt schon: Dieses Jahr wieder!

Die Gesichter des Malzes
Die Gesichter des Malzes

Der Mensch isst, was er säht und erntet. Hätte er nicht irgendwann angefangen die Gerste zu kultivieren, wäre die Geschichte unseres beliebten Getränks Bier sicherlich anders ausgegangen.

 

Zwar werden in anderen Kulturen auch Biere aus Reis, Mais und Hirse gebraut, jedoch nicht selten unter Zusatz von Gerstenmalz. Die Gerste ist wie geschaffen fürs Brauen.

 

Braugerste muss vor der Verwendung vermälzt werden. Während der Malzherstellung wird das Korn zum Keimen gebracht, sodass sich Enzyme bilden, die wir zum Brauen benötigen. Bevor jedoch der Blattkeim das Licht der Welt erblickt wird das Malz getrocknet und gedarrt bzw. geröstet.

 

Es gibt eine Vielzahl von Malzen mit unterschiedlichsten Eigenschaften. Allein beim Öffnen des Malzsackes strömen die großartigen Gerüche aus. Wir verwenden neben Gerstenmalz auch Weizenmalze. Hier eine Auflistung der von uns verwendeten Malze:

 

  • Pilsnermalz (Helles, Oatmeal Stout, Lagerbiere, Universalmalz)
  • Münchnermalz (Dunkles, IPA, Amber Ale)
  • Karamellmalz hell (Helles, Wit, Pale Ales)
  • Weizenmalz (Weizenbiere, Wit, Saison)
  • Melanoidinmalz (Red Lager, Amber Ale, Brown Porter)
  • Karamellmalz dunkel (Brown Porter, Dunkles, Amber Ale)
  • Röstmalze (Oatmeal Stout, Black IPA, Schwarzbier, Cascadian Dark)
  • gerösteter Weizen (Oatmeal Stout, Black IPA)
  • und weitere Spezialmalze

 

Die Mischung machts! :-)